Atombomben-Shirt: BTS fliegt bei MStation raus

Am 9. November 2018 gab der japanische Fernsehsender TV Asahi überraschend bekannt, dass man einen Auftritt der beliebten südkoreanischen Boy-Group BTS bei der Musiksendung Music Station abgesagt hat. Grund sind Fotos von BTS Mitglied Jimin auf denen er ein T-Shirt trägt mit einem Bild der Atombombenexplosion über Hiroshima zusammen mit den Worten „Patriotismus“, „Unsere Geschichte“, „Befreiung“ und „Korea“. Nach einer Diskussion zwischen der BTS Plattenfirma und TV Asahi wegen der Bilder und mit welcher Absicht dieses T-Shirt getragen wurde, entschied sich TV Asahi den Auftritt abzusagen.

Japanische Fans der Gruppe sind verärgert über dieses T-Shirt und im Internet läuft zur Zeit ein Fan-Streit zwischen den Befürwortern (zumeist Koreanische Fans) und Gegnern. Die Kommentare beinhalteten: „Der Abwurf der Atombomben führte zum Ende des Krieges, dann zur Befreiung“; „Es kann nicht einfach beiseite geschoben werden, indem man sagt: „Wir trugen es, ohne die Bedeutung zu kennen“ und „Ich fühle mich traurig und es schmerzt, dass ihre Chance, an dem Programm teilzunehmen, weg ist“.

Die BTS-Homepage entschuldigt sich zur Zeit bei den japanischen Fans für ihr Fehlen bei der Musiksendung: „Wir möchten uns bei unseren Fans, die sich darauf gefreut haben (uns in der Show zu sehen), für das enttäuschende Ergebnis entschuldigen. Wir werden weiterhin alle Anstrengungen unternehmen, damit wir die Fans treffen und gleichzeitig gute Musik und Auftritte anbieten können.“

Während TV Asahi auf seiner Website einen Kommentar veröffentlicht: „Nach umfassenden Überlegungen haben wir uns leider entschlossen, BTS zu diesem Zeitpunkt nicht in das Programm aufzunehmen“.

Der geschichtliche Hintergrund
35 Jahre lang hatte Japan Korea besetzt und die Bevölkerung durch eine Schreckensherrschaft unterdrückt. Die Kapitulation Japans führte für die Koreaner zur Befreiung von der Besatzung. In wieweit die beiden Atombombenabwürfe über Hiroshima und Nagasaki wenige Tage vor der Kapitulation Japans zum Ende des Krieges beigetragen haben ist regelmäßiger Streitpunkt unter WW2 Historikern. Bei den beiden Abwürfen wurden ca. 200.000 Menschen (direkt und indirekt) getötet, darunter auch viele Koreaner.

The Asahi Shimbun